Aktion // Bitte um Unterstützung // Arbeitsgerichtsprozess

Lohndumping im Botanischen Garten

Kollege des Berliner Botanischen Gartens vor Arbeitsgericht

 

Kommt Alle:

Freitag 28.08. Treffpunkt 9:15 vor dem Arbeitsgericht

Magdeburger Platz 1  (Prozessbeginn 9:45

 

„Die Idylle trügt

Lohndumping im Botanischen Garten

 

Ein Beschäftigter des Besucherservices im Botanischen Garten Berlin, dessen Monatslohn derzeit bei 1297 Euro brutto liegt, klagt vor dem Arbeitsgericht in Berlin. Dem Familienvater und 27 weiteren Kolleginnen und Kollegen wird seit knapp 6 Jahren ein tariflich zugesicherter Überstundenzuschlag von 20 Prozent vorenthalten. Gleichzeitig werden Überstunden in erheblichem Umfang angeordnet.

 

In einer öffentlichen Güteverhandlung am

 

28.08.2015 um 9:45 Uhr am Arbeitsgericht, Magdeburger Platz 1, Raum 505

 

werden die Verantwortlichen des Botanischen Gartens sich dem Vorwurf stellen, warum seit 2010 gegen die Überstundenregelung des geltenden Rahmentarifvertrags mit der IG BAU verstoßen wird. Hier wird wissentlich und willkürlich Rechtsbruch betrieben.

 

Hintergründe:

 

Nach einer drastischen Mittelkürzung durch den Senat von Berlin im Jahr 2003 wurde die Existenz des Botanischen Gartens in Frage gestellt. Der Protest von 80 000 Berlinerinnen und Berlinern konnte die drohende Schließung des größten Botanischen Gartens der Bundesrepublik Deutschland damals abwenden. Seit dem 1. April 2007 ist die Betriebsgesellschaft, ein 100prozentiges Tochterunternehmern der Freien Universität für die gärtnerische, technische und infrastrukturelle Bewirtschaftung der Zentraleinrichtung BG BGBM zuständig. Mit der Gründung der „Betriebsgesellschaft“ wurde die Belegschaft in eine Zweiklassengesellschaft gespalten. Die Beschäftigten der BG BGBM arbeiten Seite an Seite mit ihren Kolleginnen und Kollegen des Mutterbetriebes FU und erhalten bis zu 86 Prozent weniger Lohn.

 

Die Mittelkürzungen des Senats werden vom Kanzler der Freien Universität Peter Lange ohne Rücksicht auf Verluste auf die Beschäftigten des Botanischen Gartens durchgereicht. Mit der Konsequenz, dass die einfachsten betriebsverfassungsrechtlichen und tarifvertraglichen Grundsätze nicht eingehalten werden können. Diese Personalpolitik ist eine Schande und einer Universität nicht würdig. Dieses Missmanagement muss ein Ende haben. Es darf nicht länger auf dem Rücken hart arbeitender Beschäftigten der Universität gespart werden!

 

Weitere Infolinks:

http://www.jungewelt.de/2015/07-27/018.php

 

https://biwifo-bb.verdi.de/betriebe-und-gruppen/botanischer-garten

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