Protokoll Güteverhandlung & Antrag Versäumnisurteil

Am 30.04.2020 sollte zur Schmerzensgeldklage eine Güteteverhandlung beim Arbeitsgericht statt finden. Da es zu keiner Verhandlung kam (Ex-Arbeitergeber fehlte unentschuldigt und der Anwalt hatte kein Verhandlungsmandat), stellte ich einen Antrag auf Erlass eines Versäumnisurteils und wiederholte zwei Wochen später diesen mündlichen Antrag nochmals schriftlich.

Genau 4 Wochen nach dem Gütetermin erhielt ich das Gerichtsprotokoll.

Am 09.06.2020 wurde über den Antrag auf Versäumnisurteil entschieden.
Wie fast schon erwartet, wurde er zurückgewiesen. Die Begründung wurde mir am 12.06.2020 schriftlich zugestellt und lautet im wesentlichen (Zitat incl. Rechtschreibung):

Die Beklagte war im Gütetermin nicht säumig, sondern durch ihren Prozessbevollmächtigten anwaltlich vertreten. Die Beklagte hat zu verstehen gegeben, dass sie dem Klagebegehren des Klägers entgegentritt. Damit liegt ein Nichtverhandeln und somit Säumnis nicht vor. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass es zu ist. Vergleichsverhandlungen nicht gekommen